Nautilus-Training

Informationen rund um das von Arthur Jones entwickelte Nautilus-Training

 

Diese Seite wird betrieben vom Nautilus Fitnesscenter Berlin Wilmersdorf (siehe Impressum)

 

 

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 Fragen & Antworten zum Trainingssystem

Was ist bei Nautilus anders als in anderen Einrichtungen?

In einem Nautilus Fitnesscenter sollte konsequent nach dem Nautilus-System an Nautilus-Gerät trainiert und betreut werden. 

Inzwischen ist Nautilus in Wilmersdorf wahrscheinlich die einzige freie Trainingseinrichtung in Berlin, in der systematisch und unter permanenter Anleitung nach dem wissenschaftlich abgesicherten Nautilus-Trainingssystem trainiert wird. Es ist eine der wenigen Einrichtungen, in denen nicht der soziale Aspekt oder die Entspannung sondern die größtmögliche Qualität und Effektivität des Trainings im Vordergrund steht. 

Der Vorteil für die Trainierenden liegt zum einen in der Möglichkeit, das eigene Training störungsfrei (das nächste Trainingsgerät ist systembedingt immer frei und wird nicht von anderen belegt) und damit effektiv durchführen zu können und zum anderen mit der Sicherheit trainieren zu können, dass die Mitarbeiter/innen sich einschleichende Fehler in den Bewegungen rechtzeitig erkennen und korrigieren helfen.

Und gerade weil die Güte des Trainings im Vordergrund steht, ist es auch möglich, dass problemlos Alt neben Jung und Dick neben Dünn in angenehmer Atmosphäre trainieren können.

Was hat es mit diesem eigenartigen Schneckensymbol auf sich?

Das Schneckensymbol ist in Wirklichkeit keine Schnecke sondern das Innenleben des Gehäuses eines Nautilus pompilius, eines lebenden Fossils (siehe auch Link). Die Form dieses Gehäuses entspricht in etwa den Exzentern, die in jedem Nautilus-Gerät eingebaut sind (Fotos). Die besondere Form des Exzenters wurde durch aufwändige Messungen und Versuchsreihen bestimmt.  Die eingesetzten Exzenter sorgen dafür, dass die Belastung während der Bewegung in einer physiologisch genau richtigen Art und Weise der Leistungsfähigkeit der Muskulatur angepasst wird, wodurch ein hochintensives und kurzes Training erst möglich wird.

Gibt es bei Nautilus Trainer/innen, die mich anleiten?

Das sollte selbstverständlich während der gesamten Öffnungszeit einer Trainingseinrichtung der Fall sein. Unter Betreuung fallen übrigens nicht zur Bewachung einer Anlage aufgestellte Wachleute.

Wie oft werde ich angeleitet?

Bei Nautilus sollte die Zahl der Betreuungseinheiten nicht gezählt werden. Stattdessen sollte so oft und so lange wie nötig betreut werden. Nötig ist es, wenn das individuelle Trainingsprogramm noch nicht selbständig ausgeführt werden kann oder wenn einzelne Übungen Abweichungen vom möglichen Optimum aufweisen. Diese Abweichungen zu erkennen und zu beheben bevor der/die Trainierende dies tut, ist Aufgabe aller Trainer/innen.

Wieso soll ein Trainingsprinzip für alle Menschen gültig sein?

Kein Mensch gleicht dem anderen und doch ist die physiologische Basis der Menschheit bis auf einige wenige Abnormitäten identisch. Daher reagieren Menschen technisch gesehen auch alle gleich auf einen gegebenen Trainingsreiz.

Warum soll ich nur einen Satz/Durchgang pro Übung und das Trainingsprogramm nur einmal machen?

Ein Satz ist die minimal nötige Dosis an Trainingsreiz, die zu maximalem Effekt führt. Diese Tatsache ist mit mehreren Untersuchungen unterschiedlicher Institute aufgezeigt worden. 

Mehrere hochintensive Sätze oder Durchgänge würden den Körper nur zusätzlich schwächen und die Regenerationszeit erheblich verlängern, weiterhin würden sie sich nicht zu einem in der Summe höheren Trainingsreiz addieren.

Wie oft sollte trainiert werden?

Das kommt auf das Ziel des Trainings an. 

Für maximalen Kraftaufbau werden Pausenzeiten zwischen den Trainingseinheiten von mindestens 48 Stunden (Einsteiger) bis zu sieben Tagen (Fortgeschrittene) empfohlen. 

Um Muskelverspannungen entgegenzuwirken und die Muskulatur der Wirbelsäule nachhaltig zu kräftigen und somit weitestgehend beschwerdefrei zu werden/bleiben kann es ausreichen, einmal pro Woche zu trainieren. 

Ist Gewichtsreduktion angestrebt, so kann es hilfreich sein, zwischen den Krafttrainingseinheiten noch zwei seperate Ausdauereinheiten einzufügen (die Ernährung ist hierbei besonders wichtig).

Wieso sollen die Pausen zwischen den Übungen so kurz wie möglich sein und 

wieso ist Nautilus-Training gleichzeitig Ausdauertraining?

Das hat im wesentlichen zwei Gründe:

1. Durch die begrenzte Pulserholung zwischen den Übungen liegt der Durchschnittpuls eines kompletten Trainingsprogramms in einem Bereich, der für das Herz-Kreislaufsystem trainingswirksam ist. 

2. Mit jeder weiteren Übung ermüdet der Körper stärker und ist so in der Lage, an der einzelnen Übung mit einem geringeren Gewicht (als wenn diese als einzige Übung ausgeführt würde) eine momentane Auslastung zu bewirken, was wiederum eine Reduzierung der Belastung der Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke bedeutet.

Warum sollen die Bewegungen so langsam und ohne Schwung ausgeführt werden?

Eine langsame Bewegung kann nicht mit Schwung ausgeführt werden. Schwung würde zum einen ein erhöhtes Verletzungsrisiko und zum anderen eine Verschiebung der optimalen Kraftkurve bedeuten. Beides ist nicht erstrebenswert.

Pro Übung ist meist eine Belastungsdauer von etwa 50 bis 100 Sekunden zu empfehlen, diese wird z.B. mit einem Bewegungsrythmus von 2 Sekunden Heben und 4 Sekunden Zurücklassen der Gewichte bei acht bis zwölf Wiederholungen erreicht.

Welchen Effekt hat das Training, wenn ich mich nicht maximal belaste?

Belastungen über etwa 80% der momentanen Leistungsfähigkeit bewirken, bezogen auf die Kraft, einen Trainingsreiz, Belastungen darunter bewirken bestenfalls die Erhaltung der vorhandenen Kraft. Werden die Übungen mit sehr leichtem Gewicht ohne wesentliche Ermüdung ausgeführt, so wirken sie zwar nicht nennenswert auf die Kraftentwicklung, sind aber trotzdem als funktionelle Gymnastik und gezielte Bewegung sinnvoll einsetzbar. Die individuelle Belastung ist abhängig von dem jeweiligen Trainingsziel.

Wieso ist das Aufwärmen vor dem Nautilus-Training nicht notwendig?

Das weithin bekannte Aufwärmen kommt ursprünglich aus den Sportarten und soll dort helfen, die Muskulatur vor Verletzungen zum Beispiel durch abrupte Bewegungen oder Fremdeinwirkung zu schützen und eine möglichst hohe Leistung zu erbringen. Beides ist bei Nautilus-Training nicht notwendig, da weder abrupte Bewegungen noch Fremdeinwirkung vorkommen können. Die Bewegungen sind genau vorgegeben und verlaufen langsam und vorhersehbar. Die ersten Wiederholungen einer Übung sind als spezifische Aufwärmphase vollkommen ausreichend. Eine möglichst hohe Leistung muss auch nicht erbracht werden. Es kommt vielmehr darauf an, sich in dem gegebenen Zustand maximal zu belasten - was für eine Leistung erbracht wird, spielt keine Rolle. Im Nautilus-Training gibt es sogar raffinierte Möglichkeiten die momentane Leistungsfähigkeit bestimmter Muskeln durch geschickte Übungskombinationen herabzusetzen und so eine tiefere Auslastung derselben und damit einen größeren Trainingseffekt zu erzielen. Siehe auch Link.

Warum wird auf Dehnungsübungen verzichtet?

Dehnungsübungen sind nicht zwingend erforderlich, da die verwendeten Geräte den physiologisch korrekten Bewegungsumfang zur Verfügung stellen. Wird dieser anfangs nicht erreicht, so wird die individuelle Beweglichkeit durch möglichst weit ausgeführte Bewegungen im Laufe des Trainings verbessert. In einzelnen Fällen kann es hilfreich sein, gezielt gymnastische Übungen zur Linderung von Verspannungen einzusetzen.

Sind die Kräftigungsübungen gelenkschonend?

Ja, die Geräte sind daraufhin entwickelt. Jedes Gerät wird so eingestellt, dass die Gelenkdrehachsen mit denen des Gerätes übereinstimmen und somit eine minimale Belastung gewährleistet ist. Ein Mindestmaß an Belastung ist jedoch für die Aufrechterhaltung der Gelenkfunktion und zur Anregung der Knorpelentwicklung notwendig, denn ein Gelenk funktioniert im Prinzip wie ein Schwamm: Es wird durch den Wechsel von Zug und Druck mit Nährstoffen versorgt.